Fahrradtour nach Hörnum – Der große Süden
Diese längere Fahrradtour führt dich von Westerland bis ganz in den Süden der Insel nach Hörnum. Die Strecke ist ideal für sportliche E‑Bikes mit etwas größerem Akku und verläuft durch beeindruckende Natur, vorbei an spannenden historischen Orten und mit immer wieder freiem Blick auf Wattenmeer, Dünen und Nordsee. Für diese Tour empfehlen wir die Damen- und Herrenräder STEVENS E‑Courier Luxe mit 500‑Watt‑Akku, die du direkt beim M+M Fahrradverleih auf Sylt bekommst. (Werbung)
Von Westerland Richtung Rantum
Los geht’s in Westerland. Du fährst Richtung Süden über die Trift, die später zur Lorens-de-Hahn-Straße wird. Schon nach kurzer Zeit lässt du den Trubel hinter dir, die Straße wird zur Hörnumer Straße und du rollst entspannt nach Rantum hinein. Hier zeigt sich Sylt von seiner ruhigen Seite – buten un binnen, wie man so schön sagt.
Am südlichen Ortsausgang von Rantum wechselst du auf die linke Straßenseite und folgst einem Schotterweg. Dieser Abschnitt ist etwas ganz Besonderes: Die Strecke verläuft auf der Trasse einer ehemaligen Inselbahn, die ab 1901 Gäste vom Fähranleger in Hörnum nach Westerland brachte. Damals kamen die Urlauber mit dem Seebäderdienst aus Hamburg und Helgoland. Heute ist davon nur noch eine autofreie, wunderbar entspannte Radstrecke geblieben.
- Autofreie Trasse mit viel Platz
- Fantastischer Blick auf Wattenmeer und Dünen
- Langer Naturabschnitt zwischen Rantum und Hörnum
Ankommen in Hörnum
Kurz vor dem Ortsschild erreichst du den nördlichen Teil von Hörnum – fast die „letzte Ecke“ Sylts. Der Name kommt nicht von ungefähr: „Hörn“ bedeutet im Dänischen so viel wie Spitze oder Ecke. Hörnum liegt rund 17 Kilometer von Westerland entfernt und war lange Zeit unbesiedelt. Erst im 19. Jahrhundert entstand hier das erste feste Gebäude auf Initiative der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
Im Ort biegst du an der Ampel links ab, folgst der Heimstraße und erreichst über den Friesenplatz wieder die Rantumer Straße. Auf diesem Abschnitt kommst du an zahlreichen ehemaligen Kasernen vorbei. Während der Weltkriege war Hörnum ein strategisch wichtiger Punkt. Heute sind viele der Gebäude Jugend- und Schullandheime – ein spannender Kontrast zur ruhigen Insellandschaft.
Reetdächer, Küstenschutz und Tetrapoden
Ein echtes Highlight ist die Kersig-Siedlung. Über kleine Straßen gelangst du zu den reetgedeckten Ferienhäusern aus den 1960er-Jahren. Einfach mal kurz anhalten und genießen – typisch Sylt und unglaublich fotogen. Die Siedlung ist auch ein Grund, warum hier Maßnahmen zum Küstenschutz notwendig wurden: Nach schweren Sturmfluten rückte das Meer bedrohlich nah an einige Häuser heran.
Wenn du magst, stellst du dein Rad ab und machst einen optionalen Spaziergang zu den Tetrapoden. Die riesigen, vierbeinigen Betonblöcke sollten einst die Küste schützen. Auf Sylt wurden davon Tausende verbaut – leider mit mäßigem Erfolg, da sie den Sandabtrag teilweise sogar verstärkten.
Leuchtturm, Odde und Hafenblick
Zurück im Ort geht es Richtung Strandstraße und Promenade. Rechterhand siehst du den weiß-rot gestreiften Leuchtturm von Hörnum Odde, gebaut Anfang des 20. Jahrhunderts. Er ist der einzige Leuchtturm auf Sylt, der im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann – und war früher sogar Schule und Standesamt.
Wer noch Energie hat, kann einen Spaziergang zur Hörnum Odde einlegen. Die südlichste Spitze der Insel verändert sich ständig durch Wind und Wasser. Wichtig zu wissen: Der Weg ist oft nur bei Ebbe passierbar.
Anschließend fährst du entlang der Promenade und Hafenstraße zum Hörnumer Hafen. Dieser fällt auch bei Ebbe nicht trocken. Hier liegen Ausflugsschiffe und die Flotte zur Miesmuschel-Ernte – ein spannender Einblick in das maritime Leben der Insel.
Dünen, Weitblick und Rückweg
Über den Hafen geht es weiter rund um das Becken und hinauf auf die Budersand-Düne. Heute findest du hier einen Golfplatz, früher standen an dieser Stelle die Hütten der Heringsfischer. Danach führt dich die Route zurück Richtung Norden. Ein letzter Stopp lohnt sich an der Erhebung „Bunker Hill“ bei Möskental: Von oben hast du einen grandiosen Rundumblick vom Wattenmeer bis zur offenen Nordsee.
Über die Hörnumer Straße, Lorens-de-Hahn-Straße und die Trift gelangst du schließlich wieder zurück nach Westerland – mit vielen Eindrücken im Gepäck und ordentlich frischer Seeluft in der Nase.
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