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Inspiration von der Nordsee

Ob Norderney und Bremerhaven, ob in St. Peter-Ording oder auf Sylt, in Glückstadt, Worpswede und in der Hansestadt Hamburg – überall wo die Nordseeküste in der Nähe ist, dort haben sich Künstler niedergelassen und Kunsthandwerker Inspiration gefunden. Das Meer und die Küstenlandschaften haben immer schon fasziniert und tun es bis heute. Das merkt man besonders an den vielen Galerien, Ateliers und Künstlerwerkstätten, die es gerade in den gut frequentierten Badeorten entlang der Küste gibt. Die Motive und Materialien sind ähnlich – aber die künstlerischen Stile, Formen und Produkte sind vielfältig bis regional ganz typisch. In den folgenden Texten wird ein kleiner Überblick über Kunst, Kunsthandwerkermärkte und Künstler an der Nordsee zusammengestellt, vielleicht als Anregung für den Urlaub. Sollten Sie sich für das Kunsthandwerk an der Ostsee interessieren, dann sollten Sie unser Ostseeportal Ostsee24.de besuchen.

„Handgemacht“ auf Sylt

Unter dem Namen „Handgemacht“ findet mehrmals im Jahr eine ganze Reihe von Kunsthandwerkermärkten an der Nordsee- bzw. Ostseeküste statt, so z.B. auch in St. Peter-Ording, Timmendorfer Strand, Eckernförde oder auf Gut Helmstorf. Auf der Urlaubsinsel Sylt gehörte dieser Markt zu den jährlichen Saisonhighlights. Fünf Tage lang finden die Besucher am Hafen von Hörnum Künstler und Kunsthandwerker, die selbst produzierte Objekte aus der eigenen Werkstatt präsentieren. Etwa ein Fünftel der Ausstellungsfläche ist für Schmuckerzeugnisse vorgesehen. Auf einer der größten Veranstaltungen im Norden werden so jedes Jahr viele verschiedene Töpfereien und Kunstobjekte, individuelle Schmuckentwürfe, handwerklich verarbeitete Naturmaterialien, Dekorationsgegenstände und Skulpturen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Alle Termine der „Handgemacht“-Märkte unter: www.handgemacht.biz

Horst Janssen

Möglicherweise ein Ausnahmetalent, das es so im Norden kein zweites Mal gegeben hat: Horst Janssen gilt als Jahrhunderterscheinung und als einer der produktivsten deutschen Zeichner der Nachkriegszeit. In Würdigung seiner Werke wurde 1997 das Horst-Janssen-Kabinett in der Hamburger Kunsthalle eingerichtet, 2000 eröffnete das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg.
Janssen wurde am 14.11.1929 in Hamburg geboren und wuchs in Oldenburg auf. Die besondere zeichnerische Begabung kam schon während seiner Schulzeit zum Vorschein. Bei Kriegsende, nach dem Tod von Mutter und Großeltern, nahm seine Tante den 16-jährigen Janssen zu sich nach Hamburg. Sie unterstützte seine künstlerische Ausbildung an der Landeskunstschule, u.a. als Meisterschüler von Alfred Mahlau. Seine Laufbahn führte den als exzentrisch geltenden Künstler mit Ausstellungen nach New York, Chicago, Los Angeles, Tokio, Taipeh, Libyen, Moskau, Venedig, Rom, Oslo, Paris, Hamburg, Dresden, Oldenburg und in viele andere Städte. 1992 erhielt er die Ehrenbürgerwürde der Stadt Oldenburg. Horst Janssen starb am 31.08.1995 und wurde auf eigenen Wunsch auf dem Oldenburger Gertruden-Kirchhof beigesetzt.
Die Werke des Zeichners, Radierers, Holzschneiders, Lithografen, Plakatkünstlers, Illustrators und Autors können heute in dem eigens geschaffenen Horst-Janssen-Museum Oldenburg besichtigt werden. Das Museum bietet auf insgesamt 1.000 Quadratmetern Fläche eine Begegnung mit Werk und Persönlichkeit des Künstlers. In einem Wechselausstellungsbereich werden regelmäßig Künstler aus Kunstgeschichte und Gegenwart präsentiert, die wie Janssen Zeichnung und Druckgrafik ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Das Museum zeigt Horst Janssens Biografie und sein Werk in ausgewählten Gruppen wie den Zeichnungen und Aquarellen, Radierzyklen, Holzschnitten, Lithografien, Plakaten und Illustrationen. Infoterminals und Filme erlauben neben klassischen Texttafeln Einblicke in Leben und Schaffen des genialen Künstlers mit der eigenwilligen Persönlichkeit. Die ständige Sammlung umfasst zahlreiche Originalwerke, die in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, sodass selbst häufige Museumsbesucher immer wieder Neues entdecken können. Zu sehen sind auch Objekte wie ein Seidenteppich nach Janssens Entwurf sowie ein bemalter Flügel. Horst Janssens Arbeitszimmer ist wieder aufgebaut und vermittelt etwas von der spezifischen Arbeitsweise des Künstlers.

Husumer Töpfermarkt

Seit mehr als 30 Jahren gibt es in Husum ein traditionelles und beliebtes Großereignis für Kunsthandwerker. Immer am letzten Juli-Wochenende können Besucher den Husumer Töpfermarkt direkt auf dem Marktplatz der Stadt erleben. Unter den Anbietern finden sich neben vielen Husumer Künstlern auch Keramiker aus fast allen Regionen Deutschlands. Sie präsentieren an ihren Ständen die Highlights ihrer künstlerischen Produktion und geben spannende Einblicke, welche vielfältigen Objekte sich aus den Grundstoffen Ton, Porzellan, Glasur und Farbe herstellen lassen.
Das Angebot reicht dabei von edlen Einzelstücken und kleineren Serien über die japanische Raku-Technik, Schmuckdesign und Großfiguren bis hin zur Gebrauchskeramik und vielen, vielen Ideen im Bereich der Gartenkeramik. Bis zu 50 Töpfer zeigen am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr die unterschiedlichsten Produkte aus eigener Fertigung. Interessierte können sich Vorführungen an der Drehscheibe anschauen, mit den Künstlern ins Gespräch kommen und die sommerliche belebte Atmosphäre in Husum auf sich wirken lassen. Die Fantasie der jüngsten Besucher findet außerdem beim Kindertöpfern den passenden Rahmen. Mehr über den Töpfermarkt in Husum finden Sie unter: www.töpfermarkt-husum.de

Künstlerforum Jever

Eine der schönsten Messen für exquisites Kunsthandwerk auf der friesischen Halbinsel findet jedes Jahr am 2. Juliwochenende statt. Das ausgezeichnete Flair dieses Kunsthandwerkermarktes trägt den Namen Künstlerforum Jever und den der Stadt Schortens einmal mehr in das Land hinaus. Die Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker vertreten das, was diese Zunft auszeichnet: Kreativität, Originalität und handwerkliche Perfektion, nicht zu vergessen die Geduld und Liebe für Material, Form und Farbe. Sie sorgen dafür, dass das Kunsthandwerk lebendig bleibt und dass auch nachfolgende Generationen die kunsthandwerkliche Tätigkeit für sich entdecken können. Im Jahr 2010 haben sich 61 Kunsthandwerker aus ganz Deutschland hier versammelt, 2011 fand bereits der 20. Kunsthandwerkermarkt statt. Seit 1989 ist das Künstlerforum Jever für viele kunstinteressierte Gäste aus nah und fern zu einer beliebten Institution geworden. Als Treffpunkt für Kommunikation, kulturelle Bildung und als Veranstaltungsort für kulturelle Präsentationen aller Art ist es fest etabliert.

Künstlerkolonie Hohenlockstedt

Künstlerkolonien entstehen manchmal auch an ungewöhnlichen Orten. So geschehen in der Künstlerkolonie Hohenlockstedt, wo seit dem vergangenen Jahr eine ehemalige Bundeswehrkaserne mit neuem und ganz anderem Leben erfüllt wird. Auf dem früheren und jetzt umgewidmeten Militärgelände namens „Hungriger Wolf“ in Hohenlockstedt/ Schleswig-Holstein hat sich ein loser Verbund von circa 50 freischaffenden Künstlern zusammengefunden. Die einzelnen Atelierinhaber freuen sich auf Besuch, geben Einblicke in ihre Arbeitsweise und die aktuelle Produktion. Bevor das Gelände und die Gebäude genutzt werden konnten, wurde jedoch einige Arbeit investiert. Landschaftsgestalter kümmerten sich um das äußere Erscheinungsbild, zugewachsene Kasernenblöcke wurden instand gesetzt und aus den ehemaligen Wohnunterkünften für Soldaten entstanden helle und freundliche Atelierräume mit genügend Tageslicht. Die Künstler arbeiten dabei in den verschiedensten Bereichen, Stilrichtungen und Techniken: Architekturfotografie und Porträts, Malerei mit Öl und Acryl, Holzskulpturen und Bildhauerei mit Speckstein, Grafikdesign, Kohlezeichnungen und Aktmalerei, Wandobjekte aus Holz und Blattgold.

Künstlerkolonie Worpswede

Schon um 1889 beginnt die Geschichte der berühmten Künstlerkolonie Worpswede. Sie war nicht nur eine Arbeits-, sondern auch eine Lebensgemeinschaft für Künstler, die zwar in unterschiedlichen Stilrichtungen und Ausprägungen arbeiteten, sich dafür aber dem gemeinsamen Ideal der Landschaftsbeobachtung verpflichtet fühlten. Die kleine Gemeinde Worpswede wurde in den folgenden Jahren schnell zum Anziehungspunkt für bedeutende Künstler des deutschen Impressionismus und Expressionismus. Sie befindet sich im niedersächsischen Teufelsmoor und etwa 18 km nordöstlich von Bremen. 1889 ließen sich die Künstler Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto Modersohn in der Künstlerkolonie nieder. Wenige Jahre später folgte Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler, Carl Vinnen und Paula Becker, die 1901 Otto Modersohn heiratete.
Aus dem Dickicht der Großstädte zurück zum idyllischen Leben: Neben dem Interesse für Lichtstimmungen, ländlichen Motiven und weiten Landschaftspanoramen waren es auch romantische Sehnsüchte nach dem ursprünglichen, einfachen, idyllischen Leben, die viele Künstler zu Stadtflüchtern werden ließen. Die Entstehung der Künstlerkolonie Worpswede wird dabei dem Bremer Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl zugeschrieben. 1864 notierte er in seinen „Nordwestdeutschen Skizzen“: „Ich begreife nicht, daß unsere Maler das Leben und Treiben an solchen merkwürdigen Hochmoorhäfen und Torffabrikstätten, die sich überall an den zerfressenen Rändern unserer Hochmoore darbieten, noch so wenig zum Gegenstande von Studien gemacht worden haben. Und doch würden sie dort nicht nur höchst eigentümliche Bilder gewinnen, sondern auch Scenen darstellen können, die tausend und tausend Mal in unserem nordwestlichen Deutschland vorkommen, den Bewohnern des Innern derselben schon geläufig sind und daher eine vaterländische Bedeutung besitzen.“
1895 erwarb Heinrich Vogeler den früheren Bauernhof Barkenhoff, den er mit vielen Elementen des Jugendstils gestaltete. Der Barkenhoff wurde Mittelpunkt der Worpsweder Künstlerbewegung. Das reduzierte Leben auf dem norddeutschen Land inspirierte auch Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke, dessen spätere Frau, die Bildhauerin Clara Westhoff oder Manfred Hausmann. Der Schokoladenfabrikant Ludwig Stollwerck aus Köln engagierte ab 1900 auch Mitglieder der Künstlerkolonie Worpswede für die Gestaltung von Reklamebildern. Heute können Besucher rund um das Haus Barkenhoff Ausstellungen mit Bildern aus der Künstlerkolonie, außerdem Galerien und Werkstätten besichtigen. Zu den früheren Gründervätern kamen inzwischen eine zweite sowie eine dritte Generation zeitgenössischer Künstler. Mehr über die Künstlerkolonie in Worpswede: www.worpsweder-kuenstler.de

Museum Kunst der Westküste

Das Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf der Insel Föhr hat sich vor allem einer Aufgabe gewidmet: Es sammelt, erforscht und vermittelt Kunst, die sich mit den Themen Meer und Küste auseinandersetzt. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Gemäldesammlung von Prof. Frederik Paulsen, der den Museumsbau stiftete. Heute treten im Rahmen von Sonderausstellungen klassische und zeitgenössische Kunst in einen fruchtbaren Dialog. Darüber hinaus leistet das Haus einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität der nordfriesischen Küstenregion und zum Dialog zwischen Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Norwegen.
Die Sammlung des Museums umfasst inzwischen über 650 Werke, die meisten aus der Zeit zwischen 1830-1930. Sie vermitteln die zeitlose Erhabenheit des Meeres, Fernweh und die Sehnsucht nach neuen Horizonten, aber auch die Angst vor den Naturgewalten. Mit Anna Ancher, Michael Ancher, Max Beckmann, Johan Christian Dahl, Peder Severin Krøyer, Christian Krohg, Max Liebermann, Emil Nolde und Edvard Munch sind wichtige skandinavische und deutsche Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts in der Sammlung vertreten. Werke der niederländischen Malerei stammen von Andreas Schelfhout, Jozef Israels und Hendrik Willem Mesdag. Einen anderen Schwerpunkt der Sammlung bildet die nordfriesische Malerei, vertreten durch Otto Heinrich Engel und Hans Peter Feddersen.
Anschließend bietet sich ein Besuch im benachbarten „Grethjens Gasthof“ an. Der heutige Gasthof wurde bis 2008 an Stelle des ursprünglichen Gebäudes im Rahmen des Neubaus des „Museums Kunst der Westküste“ errichtet. Zur Erinnerung an die alteingesessene Wirtin Grethjen und die historische Bedeutung der Alkersumer Dorfgaststätte wurde der Name für die Museumsgastronomie beibehalten.

Veranstaltungen

Entlang der Nordseeküste gibt es zahlreiche Galerien, Ateliers und Künstlerwerkstätten. In nahezu allen Nordseebädern finden das gesamte Jahr über Kunstausstellungen und Kunsthandwerkermärkte statt. So können auf Märkten und Dauerausstellungen die Werke von bundesweiten Künstlern bestaunt und auch gekauft werden. Es scheint fast so, als habe die Nordsee eine ganz besondere Wirkung auf die Künstler, denn viele von ihnen haben sich an ihr niedergelassen, um sich von ihr inspirieren zu lassen. Auf dieser Seite haben wir einige Kunsthandwerkermärkte und Kunstveranstaltungen in einer Karte zusammengefasst. Veranstaltungen und Kunsthandwerkermärkte an der Ostsee finden Sie auf Ostsee24.de

Kunsthandwerkermärkte und Ausstellungen an der Nordsee

In dieser Karte haben wir einige Kunsthandwerkermärkte und Kunstausstellungen an der Nordsee zusammengetragen. Informationen über den Ort und Dauer der Veranstaltung erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol in der Karte klicken. Für eine größere Darstellung der Karte klicken Sie bitte auf “+” bzw. “”. Mit den Pfeiltasten können Sie zudem durch die Karte navigieren.
Sollten Sie Ergänzungsvorschläge haben, dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an info@nordsee24.de und wir werden dann Ihren Veranstaltungshinweis gerne mit aufnehmen.


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