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Mit dem Rad von Hamburg nach Husum

Der Urlaub mit dem Rad wird immer beliebter. Rund eine halbe Million der Deutschen hat laut einer Umfrage in diesem und im vergangenen Jahr eine Urlaubsreise mit dem Fahrrad unternommen. Der Reiz dieser Art zu reisen liegt zum einen in ihrer Einfachheit: ein Fahrrad, Geld, Proviant, Kleidung zum Wechseln und Etappenunterkünfte – mehr braucht es nicht. Hinzu kommen die Aktivität an der frischen Luft und die Nähe zur Natur. Es ist eine ökologische und nachhaltige Form des Reisens – ein Aspekt, der für zunehmend mehr Urlauber an Bedeutung gewinnt.

Der Weg ist das Ziel. Bild: © cocoparisienne (CC0 1.0)
Der Weg ist das Ziel. Bild: © cocoparisienne (CC0 1.0)

Einer der schönsten Fernradwege führt entlang der Nordseeküste: Der Nordseeküstenradweg (North Sea Cycle Route). Es ist zugleich der längste Fahrradweg der Welt, in seiner Gesamtlänge führt er mit 6000 Kilometern durch insgesamt acht Länder: Schottland, England, Belgien, Niederlande, Deutschland, Dänemark, Schweden und Norwegen. Der deutsche Teil entlang der schleswig-holsteinischen Küste hat eine Länge von etwa 900 Kilometern, der hier ausgewählte Teilabschnitt zwischen Hamburg und Husum circa 120 Kilometer. Die Route verläuft hauptsächlich entlang der Deiche durch das Marschland des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, das zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde. Das flache Gelände, die frische Seeluft, malerische Hafenstädtchen und ein gut beschildertes Wegesystem machen diese Tour zu einem Erlebnis für alle, sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Radprofis. Die Unterkünfte entlang der Strecke haben sich auf den Fahrradtourismus eingestellt und bieten zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Eine Reservierung vorab empfiehlt sich, vor allem in der Hauptsaison.

Vorbereitung ist das A und O

Zunächst stellt sich die Frage, ob das eigene Fahrrad für eine längere Tour geeignet ist. Das Reifenprofil sollte nicht zu stark sein, mit einem Mountainbike ist das Vorankommen auf ebenen, asphaltierten Wegen beispielsweise deutlich mühsamer als mit einem leichtgängigen Trekkingrad. Das Rad sollte nicht zu schwer sein und mindestens über fünf Gänge verfügen. So kann auch bei dem an der Nordsee oft starkem Gegenwind reagiert werden. Ein bequem gepolsterter Sattel macht die Tour ebenfalls deutlich angenehmer. Wichtig ist auch ein Gepäckträger, damit das Reisegepäck in Satteltaschen und nicht in einem Rucksack (belastet den Rücken, schnelleres Schwitzen) transportiert werden kann.
Wer vom Komfort seines eigenen Fahrrads nicht hundertprozentig überzeugt ist und vorhat, zukünftig öfter längere Fahrradtouren zu unternehmen, der findet bei zertifizierten Online-Händlern wie Brügelmann das richtige Trekking- oder Tourenbike, individuell auf die eigenen Bedürfnisse und die Körpergröße zugeschnitten. Alternativ kann auch eine komplett organisierte Fahrradtour gebucht werden, hier wird auf Wunsch ein Leihrad gestellt.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Wer keine organisierte Tour mit Gepäcktransport zu den Unterkünften geplant hat, sollte sich nach dem Motto „Weniger ist mehr“ ausrüsten. Denn jedes zusätzliche Kilo Gepäck erschwert die Tour und mindert das Fahrvergnügen. In zwei Satteltaschen kann alles untergebracht werden, was unterwegs benötigt wird: Wasser, kleiner Proviant, Regenkleidung, Fleecejacke/-pullover, Bargeld, Sonnenbrille, Kleidung zum Wechseln, Pflaster, Karte, etc. Da diese Route unterwegs immer wieder Einkehrmöglichkeiten bietet und sich in den meisten Orten Einkaufsläden befinden, reichen als Basis-Proviant zwei Liter Wasser, ein Apfel, Brot oder Kekse.

Der Weg ist das Ziel

Jeder sollte sich vorab fragen, wieviel Kilometer er am Tag realistisch fahren kann und möchte, ohne dass die Tour zur Qual wird. Das flache Gelände vereinfacht zwar das Vorankommen, der häufig stürmische Küstenwind kann hingegen an den Kräften zehren. Unterwegs bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Rast, die mit Naturbeobachtungen und der Besichtigung von kulturellen Sehenswürdigkeiten verknüpft werden können.

Regelmäßige Fahrradfahrten sind eine gute Vorbereitung. Bild: pixabay.com  © Antranias
Regelmäßige Fahrradfahrten sind eine gute Vorbereitung.
Bild: pixabay.com © Antranias (CC0 1.0)

Im Vorfeld empfiehlt sich in jedem Fall ein Konditions-Check zuhause. Bei regelmäßigen Touren am Wochenende findet jeder für sich heraus, wieviel Kilometer als Tagesetappe sinnvoll sind. Niemand sollte sich selbst überschätzen und untrainiert losfahren. Muskelkater und Krämpfe können die Tour ansonsten schnell wieder beenden.

Im Schnitt sind 15 km pro Stunde realistisch, bei den hier zusammengestellten Tagesetappen von durchschnittlich 50 Kilometern entspricht das einer reinen Fahrzeit von dreieinhalb bis vier Stunden. Notfalls kann der Rest einer Tagesetappe auch mit Bus und Bahn zurückgelegt werden, das gut ausgebaute Streckennetz bringt müde Radfahrer bequem zum nächsten Tagesziel.
Wer bei der Vorbereitung merkt, dass er mehr oder weniger fahren möchte, kann die Etappen natürlich individuell anpassen.

Vier Tage unterwegs – Die Routenplanung

1. Tag: Anreise nach Hamburg

Die Anreise erfolgt mit dem Auto oder der Bahn. Je nach Länge der Anfahrt empfiehlt sich vor Tourstart eine Übernachtung in der Stadt an der Elbe.

2. Tag: Von Hamburg nach Elmshorn

Distanz: circa 55 km
Startpunkt des Nordseeküstenwegs ist der Museumshafen (Neumühlen) an der Elbe, Radfahrer folgen einfach der Beschilderung (lila Fahrrad auf hellblauem Kreis). Entlang des Elbufers führt der Weg, der hier auch noch als Elbe-Radweg gekennzeichnet ist (hellblaues „e“) durch das mondäne Blankenese nach Wedel. Die Fahrt geht durch das deichgeschützte Elbmarschland über Uetersen. Weidende Schafe auf den Deichen sind keine Seltenheit. Das Tagesziel ist Elmshorn.

Schafe und Fahrradfahrer kommen gut miteinander aus. Bild: pixabay.com © Hans (CC0 1.0)
Schafe und Fahrradfahrer kommen gut miteinander aus. Bild: pixabay.com © Hans (CC0 1.0)


3. Tag: Von Elmshorn nach Brunsbüttel

Länge: circa 55 km

Durch das pittoreske Städtchen Glückstadt führt die Tour entlang der Elbe zur Elbmündung, nach Brunsbüttel. Hinter dem Nord-Ostsee-Kanal ist dort bereits das Meer sichtbar.

4. Tag: Von Brunsbüttel nach Büsum

Distanz: circa 50 km

Ab Brunsbüttel ist die Nordsee in Sicht. Direkt hinter den Deichen beginnt das Wattenmeer. Durch das weite Dithmarscher Land geht es Richtung Nordfriesland. Das Tagesziel Büsum ist bereits seit dem 19. Jahrhundert ein Seeheilbad.

5. Tag: Von Büsum nach Husum

Distanz: circa 48 km

Über das Eidersperrwerk geht es weiter Richtung Norden. Die Strecke verläuft durch Katingsiel. Dort laden ein Naturbeobachtungsturm und das Infozentrum zur Entdeckung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ein. Sehenswert im Zielort Husum ist das Theodor-Storm-Haus, das nordfriesische Schifffahrtsmuseum und der rote Haubarg nahe Husum, ein typischer Eiderstedter Bauernhof.

6. Tag: Heimreise Richtung Hamburg oder Weiterfahrt nach Sylt

In Husum angekommen, kann sich der Urlauber überlegen, ob er noch einige Tage in einem Ferienhaus oder Hotel in der Region Wattenmeer verbringen möchte. Wer Lust auf eine Fortsetzung der Fahrradtour hat, kann dem Nordseeküstenweg weiter bis nach Sylt folgen. Von Husum sind es zwei Stunden mit der Bahn nach Hamburg, bis nach Sylt dauert die Fahrt etwa eine Stunde.

Idyllische Fischerdörfer entlang des Nordseeküstenradwegs. Bild: pixabay.com © Kapa65 (CC0 1.0)
Idyllische Fischerdörfer entlang des Nordseeküstenradwegs. Bild: pixabay.com © Kapa65 (CC0 1.0)


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