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Lange Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede

Der Barkenhoff in Worpswede: Ostsee
Der Barkenhoff in Worpswede – Bild: Till F. Teenck wikipedia.deCC BY-SA 2.5

Schon um 1889 beginnt die Geschichte der berühmten Künstlerkolonie Worpswede. Sie war nicht nur eine Arbeits-, sondern auch eine Lebensgemeinschaft für Künstler, die zwar in unterschiedlichen Stilrichtungen und Ausprägungen arbeiteten, sich dafür aber dem gemeinsamen Ideal der Landschaftsbeobachtung verpflichtet fühlten. Die kleine Gemeinde Worpswede wurde in den folgenden Jahren schnell zum Anziehungspunkt für bedeutende Künstler des deutschen Impressionismus und Expressionismus. Sie befindet sich im niedersächsischen Teufelsmoor und etwa 18 km nordöstlich von Bremen. 1889 ließen sich die Künstler Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto Modersohn in der Künstlerkolonie nieder. Wenige Jahre später folgte Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler, Carl Vinnen und Paula Becker, die 1901 Otto Modersohn heiratete.
Aus dem Dickicht der Großstädte zurück zum idyllischen Leben: Neben dem Interesse für Lichtstimmungen, ländlichen Motiven und weiten Landschaftspanoramen waren es auch romantische Sehnsüchte nach dem ursprünglichen, einfachen, idyllischen Leben, die viele Künstler zu Stadtflüchtern werden ließen. Die Entstehung der Künstlerkolonie Worpswede wird dabei dem Bremer Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl zugeschrieben. 1864 notierte er in seinen „Nordwestdeutschen Skizzen“: „Ich begreife nicht, daß unsere Maler das Leben und Treiben an solchen merkwürdigen Hochmoorhäfen und Torffabrikstätten, die sich überall an den zerfressenen Rändern unserer Hochmoore darbieten, noch so wenig zum Gegenstande von Studien gemacht worden haben. Und doch würden sie dort nicht nur höchst eigentümliche Bilder gewinnen, sondern auch Scenen darstellen können, die tausend und tausend Mal in unserem nordwestlichen Deutschland vorkommen, den Bewohnern des Innern derselben schon geläufig sind und daher eine vaterländische Bedeutung besitzen.“
1895 erwarb Heinrich Vogeler den früheren Bauernhof Barkenhoff, den er mit vielen Elementen des Jugendstils gestaltete. Der Barkenhoff wurde Mittelpunkt der Worpsweder Künstlerbewegung. Das reduzierte Leben auf dem norddeutschen Land inspirierte auch Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke, dessen spätere Frau, die Bildhauerin Clara Westhoff oder Manfred Hausmann. Der Schokoladenfabrikant Ludwig Stollwerck aus Köln engagierte ab 1900 auch Mitglieder der Künstlerkolonie Worpswede für die Gestaltung von Reklamebildern. Heute können Besucher rund um das Haus Barkenhoff Ausstellungen mit Bildern aus der Künstlerkolonie, außerdem Galerien und Werkstätten besichtigen. Zu den früheren Gründervätern kamen inzwischen eine zweite sowie eine dritte Generation zeitgenössischer Künstler. Mehr über die Künstlerkolonie in Worpswede: www.worpsweder-kuenstler.de