Babyboom bei Kegelrobben

Kegelrobben am Jungnamensand: Amrum

Kegelrobben am Jungnamensand bei Amrum

Die deutsche Nordseeküste verzeichnet in diesem Jahr einen etwas anderen Rekord. In der Nordsee vor Schleswig-Holstein wurde ein Babyboom bei den Kegelrobben verzeichnet. Insgesamt rund 170 Tiere haben in der Nordsee das Licht der Welt erblicken können.

Wie das Wattenmeersekretariat bekannt gegeben hat, lag die Zahl der Jungtiere im Vorjahr nur bei 131 und war damit deutlich niedriger. Seit 1990 werden die Jungtiere in Schleswig-Holstein gezählt. Die Zunahme der Kegelrobben wird auf Seiten der zuständigen Stellen als Erfolg des Naturschutzes gewertet. Bis heute gibt es keine konkreten Zahlen, wie viele Robben vor 1990 in der Nordsee gelebt haben.

Bereits ab dem 16. Jahrhundert sollen die Kegelrobbenbestände in der Nordsee zurückgegangen sein. Im 19. und 20. Jahrhundert erreichte die Entwicklung mit einer Ausrottungskampagne ihren Höhepunkt. Nach Expertenangaben konnten Mitte der 1970er Jahre im Wattenmeer keine Kegelrobben entdeckt werden.

Heute leben im Wattenmeer nach intensiven Bemühungen wieder vier Kolonien, die mehr als 3300 Tiere umfassen. Sie gebären in der Nordsee ihre Jungen und ziehen sie an gleicher Stelle groß. Eine Kegelrobben-Kolonie befindet sich nahe der westfriesischen Insel Terschelling. Zwei weitere sind auf den Sandbänken nahe Amrum und Juist angesiedelt. Auch auf der Düne vor Helgoland hat sich eine Kegelrobben-Kolonie niedergelassen.

Quelle: http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article1901622/Baby-Rekord-bei-den-Kegelrobben.html

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